Unerwartet klare Heimspielniederlage

Höhenluft als Spitzenreiter ist den Spielern nicht bekommen

Damit hatte bei schönstem Fußballwetter in der TuS-Arena wohl niemand gerechnet. TuS Brake als Noch-Spitzenreiter verliert zuhause 0 : 4 gegen SG Bentorf/Hohenhausen. Eigentlich waren zunächat auch die zahlreichen Zuschauer davon überzeugt, dass Wiedergutmachung nach der unnötigen Niederlage gegen Schötmar angezeigt sei. Doch enttäuscht musste TuS-Vorsitzender Jens Begemann nach dem Schlusspfiff feststellen: „Das war ja Schötmar hoch 4“.

Der TuS begann dieses Spiel energisch und temporeich, erspielte sich in der Anfangsphase klare Feldvorteile und auch erste Torchancen. Aber schon dabei wurden immer wieder falsche Entscheidungen getroffen, wenn der letzte Pass zu ungenau war oder in die massierte Abwehr hineingelaufen wurde.

Es geht eben nichts mehr so leicht wie vor einiger Zeit vielleicht noch. Die gegnerischen Mannschaften sind gegen den Spitzenreiter nämlich hoch konzentriert, halten besonders in ihrer Defensive energisch dagegen und sind im Kopf und mit den Füßen oft einen Tick schneller. Es scheint, als ob einige Braker Spieler sich darüber wunderten. Das, was vor einiger Zeit noch mit schnellem, oft direktem Passspiel gelang, nämlich Gegner auszuspielen, gelingt inzwischen nicht mehr.

Trotz der klaren Braker Überlegenheit konnte die SG Ben/Ho schon in der ersten Hälfte zunehmend gefährliche Konter spielen. Dann kam kurz vor der Pause das Glück hinzu, dass einer dieser Konter aus deutlicher Abseitsposition zum Führungstreffer führte. Brake antwortete mit einem unwiderstehlichen Spurt Jörn Piepers in den Strafraum, aber auch die Hereingabe konnte gerade noch in höchster Not geklärt werden. Die Abwehraktion wurde sofort steil nach vorne weitergeleitet und es stand 0 : 2.

In der zweiten Spielhälfte rannte Brake immer wieder gegen das Ben/Ho-Tor an, allerdings ziemlich kopflos und immer planloser. BenHo hatte zudem mit Heiko Langer einen herausragenden Torwart. Dann fiel auch noch das 0 : 3 nach einer Ecke auf den langen Pfosten, wo ein Gegenspieler völlig allein stand und mühelos einköpfen konnte. Als dann die Deckung noch offener wurde, häuften sich die Konterchancen für Ben/Ho und ein strammer Schuss passte zum 0 : 4.

Dass die Spieler ziemlich frustriert waren, zeigte sich gegen Ende des Spiels auch in zwei gelb-roten Karten wegen Meckerns.

Michael Reimers Fotos zeigen charakteristische Szenen des Spiels mit dem überragenden Torhüter Heiko Langer im Zentrum.