Weitgehend konfus gespielt, aber gewonnen
Brake gewinnt in Bösingfeld gegen SC Extertal im Kreispokal mit 4 : 2. Die Braker Mannschaft kann sich bestimmt spielerisch noch deutlich steigern. Das war gegen Extertal offensichtlich. Dirk Winkler weist verständlicherweise auf die Personalprobleme in der Saisonvorbereitung hin. Die Mannschaft brauche deshalb weiter Zeit, um sich auch spielerisch noch besser zusammenzuwachsen.
Die spielrischen Probleme waren auch in Extertal über weite Strecken zu erkennen. Wenn die Innenverteidiger zunächst ohne Gegnerdruck versuchen, das Spiel aufzubauen, können sie sich den Ball mehrfach gegenseitig zuspielen, finden oft jedoch keinen Mitspieler im Mittelfeld, der mit einem klaren Flachpass erreicht werden könnte.
Dann geschieht irgendwann das, was unkontrollierte Fußballspiele charakterisiert. Der Ball wird hoch nach vorne gespielt. Darüber freut sich jede halbwegs clevere Abwehr. Denn die Stürmer können hohe Bälle nur schwer unter Kontrolle bringen. Die Abwehrspieler sind immer im Vorteil. Ein Manko ist jedoch oft auch, dass das Mittelfeld wenig genutzt wird. Dort blieb oft ein großer Raum von 10/15 Metern völlig unbesetzt, das heißt, es bot sich dort niemand zum kontrollierten Anspiel an. Das ist nicht besonders clever und führt zum „Zufallsfußball“. Das klare, direkte Flachpassspiel klappte schon einmal viel besser, manchmal sogar mit schnellem, direkten Kombinationen. Die Mannschaft kann das. Das hat sie in der vergangenen Saison oft bewiesen.
Da ist es vielleicht manchmal sogar etwas verführerisch, wenn die Spiele trotzdem gewonnen werden. Natürlich spielen die meisten gegnerischen Mannschaften auch nicht besser. Dann reicht oft eine energische Einzelleistung oder ein gegnerischer Fehler, um die Tore zu erzielen. So war es auch in Extertal.
Nach Toren von Jörn Pieper und einem verwandelten Elfer von Fynn-Dario Mannel stand es zur Pause bereits 2 : 0. Doch Extertal nutzte die Braker Unsicherheiten für zwei Tore zum Ausgleich. Glücklicherweise konnte Jörn Pieper danach einen Freistoß aus 18 Metern ins Tor wuchten und am Ende gelang dann doch noch ein herausgespieltes Tor durch Julian Brune.
Am Sonntag gegen den zurzeit starken TuS Helpup darf gerne ein bisschen cleverer kombiniert werden.




